Obstipationsprophylaxe [St]

Definition

Der Begriff Obstipationsprophylaxe umfasst alle gezielt angewendeten Maßnahmen, die eine Stuhlverstopfung bei Bewohnern verhindern sollen. Diese können Ernährungsumstellungen, Mobilisierungen oder Massagen sein.

Ursachen

Eine Stuhlverstopfung kann verschiedene Ursachen haben:

  • falsche Ernährung mit einem Mangel an Ballaststoffen
  • unlängst erfolgte Umstellung der Ernährung, etwa durch einen Heimeinzug
  • Flüssigkeitsmangel
  • zu geringe körperliche Bewegung
  • zu schnelles essen („herunterschlingen„)
  • Fieber
  • unerkannter Missbrauch von Laxanzien (Abführmittel), Sedativa (Beruhigungsmittel), Antihypertonika (Blutdrucksenker), Hypnotika (Schlafmittel) oder Diuretika (Entwässerungsmittel)
  • Nebenwirkungen von verschiedenen Medikamenten
  • Entzündungen im Darmbereich
  • nicht lange zurückliegende Operation im Bauchbereich, besonderds wenn diese nicht endoskopisch durchgeführt wurde, sondern durch Öffnen der Bauchdecke
  • Unterdrückung des Stuhlgangs. Psychische Ursachen wie Stress oder der innerliche Wiederwille, eine fremde Toilette oder Bettschüssel zu nutzen
  • psychische Leiden wie Depressionen, Psychosen oder Neurosen
  • neuronale Erkrankungen wie Lähmungen
  • Morbus Parkinson, Wachkoma
  • Parasitenbefall im Darm
  • Analhämorrhoiden, Hernie oder Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse)
GrundsätzeZiele
  • Es gibt keinen Normwert für die Frequenz an Stühlen.
    Drei Stühle am Tag können ebenso normal sein wie ein Stuhl in drei Tagen.
  • In den allermeisten Fällen lässt sich eine sinnvolle Stuhfrequenz auch ohne den Einsatz von Laxanzien erreichen.
  • Der Bewohner ist frei in der Wahl seiner Nahrungsmittel. Pflegekräfte können den Bewohner nur beraten, keine Vorschriften machen!
  • Wen eine Obstipation vorliegt, dann gelten die folgenden Maßnahmen nicht und können gar gefährlich sein. Dieses gilt insbesondere für orale Maßnahmen, wenn gleichzeitig die Darmpassage durch z.B. Stuhlstein verlegt ist
  • Stuhlverstopfung und ihre Ursachen früh erkennen und beseitigen
  • Intimsphäre soweit wie möglich wahren
  • Bewohner soll schmerz- und druckfrei – also möglichst ohne pressen – abführen können, zudem soll er das Gefühl bekommen vollständig abgeführt zu haben
  • Der Bewohner soll sein Abführverhalten auch nach dem Umzug in das Pflegeheim beibehalten.
  • Stuhlgang soll regelmäßig sein und einmal alle drei Tage nicht unterschreiten
  • Konsistenz, Form/Zusammensetzung und Farbe usw. soll im Normbereich liegen
  • Risikofaktoren sollen in ihrer Wirkung korrekt eingeschätzt werden

Vorbereitung

Beobachtung von SymptomenInformationen des Bewohners
  • Es gibt keinen Normwert für die Frequenz an Stühlen.
    Drei Stühle am Tag können ebenso normal sein wie ein Stuhl in drei Tagen.
  • In den allermeisten Fällen lässt sich eine sinnvolle Stuhfrequenz auch ohne den Einsatz von Laxanzien erreichen.
  • Der Bewohner ist frei in der Wahl seiner Nahrungsmittel. Pflegekräfte können den Bewohner nur beraten, keine Vorschriften machen!
  • Wen eine Obstipation vorliegt, dann gelten die folgenden Maßnahmen nicht und können gar gefährlich sein. Dieses gilt insbesondere für orale Maßnahmen, wenn gleichzeitig die Darmpassage durch z.B. Stuhlstein verlegt ist
  • Stuhlverstopfung und ihre Ursachen früh erkennen und beseitigen
  • Intimsphäre soweit wie möglich wahren
  • Bewohner soll schmerz- und druckfrei – also möglichst ohne pressen – abführen können, zudem soll er das Gefühl bekommen vollständig abgeführt zu haben
  • Der Bewohner soll sein Abführverhalten auch nach dem Umzug in das Pflegeheim beibehalten.
  • Stuhlgang soll regelmäßig sein und einmal alle drei Tage nicht unterschreiten
  • Konsistenz, Form/Zusammensetzung und Farbe usw. soll im Normbereich liegen
  • Risikofaktoren sollen in ihrer Wirkung korrekt eingeschätzt werden
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